Petitionen, Petitionen und der Herr Ministerpräsident

Vor geraumer Zeit hat also die CSU Wolfratshausens beschlossen beim Landtag in München eine Petition einzureichen, die Abgeordneten mögen die befürwortende CSU und die etwa 3000 unterschreibenden Bürger darin unterstützen, für eine Tieferlegung der Bahn unter die Sauerlacher Straße zu sorgen. Ansonsten würde man in WOR lieber auf die Verlängerung der S-Bahn verzichten.

In Geretsried hat nun die SPD die Absicht beim gleichen Landtag eine Petition mit möglichst noch mehr Unterschriften als vorher bei der CSU WOR einzureichen mit der Maßgabe, die S-Bahn müsse unbedingt verlängert werden - notfalls auch mit Tieferlegung der Sauerlacher Straße.

Soviel Mühe aber auch. Dabei stand es doch am 4./5. August schon in der Wolfratshauser SZ. (Im ILB stand vermutlich dasselbe; es handelt sich ja schließlich um Zitate!) Der Herr Ministerpräsident des Freistaates Bayern, Dr. Edmund Stoiber, hat es schon kundgetan. Ich darf die SZ zitieren:

"Im Zusammenhang mit der Verlängerung der S-7-Strecke hält Stoiber die Tieferlegung des Bahnhofs Wolfratshausen für den ""städtebaulich wesentlich besseren"" Weg als die Absenkung der Sauerlacher Straße. ""Ich möchte auf jeden Fall, solange es geht, die für Wolfratshausen optimale Lösung verfolgen."" Die Entscheidung sei aus Kostengründen schwierig. 

Auch der Isar-Kurier berichtet in seiner Ausgabe vom 9.8.07 über das vorgenannte Pressegespräch. Ich zitiere aus dieser Ausgabe: "Der Gleisbau von Wolfratshausen nach Geretsried sei von ihm (dem Ministerpräsidenten) schon vor 15 Jahren favorisiert worden, komme jetzt aber in die entscheidende Phase. Die Variante am Knotenpunkt Sauerlacher Straße mit einem Eisenbahntunnel wäre natürlich die beste Lösung. Die Frage ist nur, ob die Stadt diese Lösung alleine schultern kann." Zitat Ende. 

Hat noch jemand Fragen? Oder haben Sie den Herrn Ministerpräsidenten  verstanden ?! 

So, Erwin Huber, bay. Wirtschaftsminister war auch vor Ort und befaßte sich mit dem Vorschlag der BIQ-CSU, also dem Bahnhof Süd im Gleisdreieck neben der Indianersiedlung, den der Ministerpräsident bei seinem Pressegespräch anscheinend noch gar nicht kannte. Jedenfalls hat er wohl kein Wort darüber verloren. Huber sprach mal wieder Mut zu und sagte also laut SZ, es gebe "eine Menge an Beteiligten" die ein "Mitspracherecht" hätten. Nötig sei eine Lösung, "die den Anforderungen entspricht, die aber auch finanzierbar ist." Aha!

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